
Geheinnisvoller Schrott
in riesigen Dimensionen
Im Jahre 2007 hatte der Ingenieur Daniel González eine, seiner Meinung nach, geniale Idee. Er wollte die vollständige Energie-Unabhängigkeit von Teneriffa erschaffen und das möglichst in fünf Jahren.
Ihm fehlten nur die nötigen finanziellen Mittel von 22 Milliarden Euro, ein großes Stück Land mit viel Sonneneinstrahlung und die Mitarbeit der Regierung.
Sein Ziel war es, einen riesigen Hohlspiegel mit 500 m² Fläche zu bauen, die Sonnenstrahlen würden dadurch konzentriert und würden Temperaturen von über 5000ºC. erzeugen.
Das weitere Prozedere war schon in einigen anderen Ländern erörtert und angewandt worden.
Er wollte also ein Solar-Wärmekraftwerk mit einem Parabolspiegel bauen, so, wie es sie damals schon in Funktion im Süden von Spanien, in Frankreich und Los Angeles gab.

Die Menschen, die in der Nähe dieses angehenden Projektes in der Nähe von El Medano wohnten, boykottierten die Fertigstellung der Anlage. Ängste entstanden, es fehlte eine gute Aufklärung über das Projekt und zu allem Ärger standen die ersten Bauten auch noch auf landwirtschaftlichem Gebiet. Es folgten erste Prüfungen der Umweltschutzbehörde APMUN, mit dem Beschluss diese Baustelle zu sperren.
Nach mehreren Verfahren wurde der Bau dann eingestellt und der Bauherr verließ seine Heimat Santa Ursula und ist mit einem riesigen Schuldenberg nach Panamá untergetaucht.
Seitdem verrottet diese Anlage und es gibt Niemanden, den der Abbau interessiert. Die rechtlichen Zuweisungen sowie die Besitzverhältnisse sind ein Streitpunkt und somit bröckelt diese riesige Anlage ganz Nahe des Atlantiks vor sich hin.
Fotografisch und für Wissbegierige sind sie aber ein Erlebnis und allemal eine Besichtigung wert. Allerdings schrumpfen die herumfallenden Teile, es gibt immer wieder Menschen, die sich damit bereichern.









